Chronik der Gemeinde


Liebe Leser,
 

mit dieser Chronik erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Entwicklung der
neuapostolischen Kirche in Bonn in den letzten 100 Jahren.

Wir bitten um Verständnis, dass es sich bei dieser Kurzchronik nicht um einen
vollständigen Rückblick handeln kann. Für einige Jahre konnten auch nach Recherchen
keine Aufzeichnungen gefunden werden.

In den 100 Jahren sind viele kirchliche Handlungen durchgeführt worden. Da eine
vollständige Aufzählung der Ereignisse (Taufen, Versiegelungen, Konfirmationen,
Hochzeiten, Ehejubiläen, Sterbefälle) nicht möglich war, finden sich diese nicht in der
Chronik wieder. Ordinationen werden nur auszugsweise erwähnt.

Recherchiert werden konnten die Namen der bisherigen Vorsteher und die
Versammlungsstätten.

Auch die Namen der Amtsträger konnten weitgehend ermittelt werden.

Sollte ein Name fehlen oder ein Datum falsch sein, so bitten die Chronisten um Nachsicht.


Ihre
Chronisten

 

1908-1930:

Chor der Gemeinde Beuel<br />Versammlungsraum in der Gastwirtschaft


1908

Priester Mathias Pinsdorf wird aus der Gemeinde Köln nach Bonn entsandt, um hier den Grundstein für eine neuapostolische Gemeinde zu legen. Er zieht mit seiner Frau und seinen sechs Kindern nach Bonn und wirkt bis


1913
als erster Vorsteher der Gemeinde. Die Gottesdienste finden anfangs in der Wohnung der Familie, ab 1913 in der Kaiserstraße 50 statt. (Quelle: 85 Jahre Neuapostolische Kirche in Köln, Red.: Alfred Krempf, Troisdorf: Rautenberg 1985, S. 38 ff.)


1913
Nach dem Tod der Eheleute Pinsdorf im Jahr 1913 wird Gemeindeältester Heinrich Achenbach Vorsteher der Gemeinde Bonn. Als dieser und viele andere auch zum Militärdienst eingezogen werden, verbleiben wenige Gemeindemitglieder. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges hat sich die Gemeinde Bonn nahezu aufgelöst.


1922
In diesem Jahr steigt die Anzahl der Gläubigen wieder an. Die Gemeinde erhält einen neuen Vorsteher, Priester Ernst Gerlach, und eine neue Versammlungsstätte in der Martinstr. 4.


1923
10. Dezember
Stammapostel Hermann Niehaus gründet den selbständigen Ältestenbezirk Köln, der sich aus folgenden Gemeinden zusammensetzt: Aachen, Alsdorf, Bonn, Koblenz, Köln-Lindenthal, Köln-Mülheim, Neuwied, Traben-Trarbach, Troisdorf.


1926
31. Oktober
In einem Gottesdienst empfängt Priester Ernst Gerlach, Bonn, das Hirtenamt.  Die Gemeinde kommt in der Weiherstraße zusammen.


1927
Es entsteht eine weitere Gemeinde in Bad Godesberg. Die Muttergemeinde bezieht eine neue Versammlungsstätte in Beuel, Rheinstraße 5.

Bilder von 1908-1930

 

 

1931-1950:

Gemeindemitglieder bei Hochwasser vor der Versammlungsstätte in Beuel


1933

In diesem Jahr wurde Hirte Ernst Gerlach durch Priester Ludwig Hannibal als Vorsteher abgelöst


1938
Nachdem Priester Ludwig Hannibal am 16. Februar verstarb, übernahm erneut Hirte Ernst Gerlach den Auftrag, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen.


1943
Da die meisten Amtsträger mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum Militärdienst eingezogen werden, ist die seelsorgerische Arbeit in den Gemeinden schwierig


4. April
Stammapostel Johann Gottfried Bischoff kommt letztmalig in den Kriegswirren nach Köln. Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs gehen die meisten Versammlungsstätten der Gemeinden verloren, so auch in Bonn. In der Altkatholischen Kirche in der Koblenzer Straße findet die neuapostolische Gemeinde einen neuen Gottesdienstort.

In der Nachkriegszeit werden die Gottesdienste übergangsweise auch in Wohnungen von Gemeindemitgliedern gefeiert. Als Versammlungsstätten in Bonn und Beuel dienen u. a.

-die Münsterschule in Bonn (1945-1948)
-ein Hinterhaus im 2. Obergeschoß der Kölnstraße 15 (1948-1952) sowie
-die Evangelische Schule in der Neustraße in Beuel (1949-1952) 

Bilder von 1931-1950
 
 

 

1951-1979:

Kirchengrundstück


1951
21. April

Die neuapostolischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, die bisher die Rechtsform eingetragener Vereine hatten, werden zur Kirche und Körperschaft des öffentlichen Rechts.


1952
12. Oktober

An diesem Tag wird das erste eigene Kirchengebäude der neuapostolischen Gemeinde Bonn, Erste Fährgasse 4, von Bischof Heinrich Otto eingeweiht (Psalm 84, 2.4.11).


19. Oktober
Eine Woche später erhält die Gemeinde mit Priester Wilhelm Göpel einen neuen Vorsteher.


1955
Als Folge tiefgreifender Differenzen über Lehraussagen geht aus der Neuapostolischen Kirche die Apostolische Gemeinschaft hervor; auch in Bonn entsteht eine Gemeinde.

3. Juli
Evangelist Hans Zier wird Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde in Bonn.


7. Dezember
Priester Hans Stöckle wird als neuer Vorsteher beauftragt.


1962
Stammapostel Walter Schmidt hält einen Gottesdienst in Bonn. Es ist der erste Besuch eines Stammapostels in der Stadt. Der Predigt liegt das Bibelwort Matthäus 13, 52 zugrunde.


1970
3. Mai
Nach der Gemeinde in Bad Godesberg wird in Bad Honnef eine weitere neuapostolische Kirchengemeinde gegründet. 31 Gemeindemitglieder aus Bonn besuchen fortan dort die Gottesdienste.


1975
6. Februar

Die Gemeinde Bonn bekommt mit Hirte Otto Gatzke einen neuen Vorsteher.


26. Oktober
Stammapostel Ernst Streckeisen hält in der Beethovenhalle einen Gottesdienst. 
 
Bilder von 1951-1979

 

 

1980-2000:

Innenansicht 1981


1980
6. August

Die Gemeinde Bonn-Duisdorf entsteht. Bischof Hans Zier legt das Wort aus 1. Timotheus 1, 15 und 16 zugrunde. Unerwartet war am Vortag der Bonner Gemeindevorsteher Otto Gatzke verstorben. Übergangsweise wird Priester Helmut Bör, Vorsteher der Gemeinde Bad Godesberg, zusätzlich mit der Leitung der Gemeinden Bonn und Duisdorf beauftragt. 
 

7. September
Bezirksapostel Emil Schiwy ordiniert Priester Helmut Bör
zum Hirten und überträgt ihm die Verantwortung für die Gemeinde Bonn. Die Gemeinden Bad Honnef, Bad Godesberg und Duisdorf bekommen eigene Vorsteher.


3. Mai
Bezirksapostel Hermann Engelauf teilt den großen Kirchenbezirk Köln. Die Gemeinde Bonn gehört nun zum Bereich Köln-Süd, den Helmut Polzin als Bezirksältester leitet. Sein Vertreter wird Helmut Bör, der als neu eingesetzter Bezirksevangelist zunächst Vorsteher in Bonn bleibt.


21. Oktober
Priester Horst Fleischhauer empfängt das Amt eines Evangelisten und wird als Vorsteher der Gemeinde Bonn beauftragt. In diesem Jahr erfolgt eine Innenrenovierung des Kirchengebäudes mit
gleichzeitiger Umgestaltung der Altarfront. Die Gemeinde erhält eine Pfeifenorgel.


1984
12. Februar
Bezirksapostel Hermann Engelauf besucht die Gemeinde. In diesem Gottesdienst empfängt Evangelist Horst Fleischhauer das Hirtenamt.


1986
30. Januar

Die Gemeinde Bornheim wird gegründet. Neben Unterdiakon Rainer Becker werden 13 Gemeindemitglieder dorthin abgegeben.


Juli
Das Kirchengebäude in der Ersten Fährgasse erhält einen Erweiterungsbau. An das Kirchenschiff wird eine Sakristei angebaut. Währenddessen ist die Gemeinde Bonn in der Jahnschule untergebracht.


1987
7. März

Der Bezirk Bonn wird gegründet. Bezirksevangelist Helmut Bör wird zum Bezirksältesten ordiniert. Ihn unterstützt Bezirksevangelist Bernd Uelsberg.


29. April
Es findet der erste Gottesdienst in der umgebauten und erweiterten Kirche in Bonn statt. Bezirksapostel Hermann Engelauf predigt über das Bibelwort Johannes 2,19.


1989
31. Dezember

Bezirksapostel Hermann Engelauf ordiniert in Bonn den Bezirksevangelisten Bernd Uelsberg zum Bezirksältesten. Dieser wird Nachfolger des bisherigen Bezirksältesten Helmut Bör, der am 12. November zum Bischof ordiniert worden war. Ebenfalls in diesem Gottesdienst werden die Bezirksevangelisten Bruno Fauth und Uwe Prüfert in ihr Amt eingesetzt.


1992
31. Dezember

Stammapostel Richard Fehr hält in der Bonner Kirche einen Gottesdienst für die Bezirksämter der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen.


1. Januar
Stammapostel Richard Fehr feiert einen Gottesdienst in der Beethovenhalle, der via Satellit in zahlreiche Gemeinden Nordrhein-Westfalens und in einige Missionsgebiete übertragen wird. In diesem Gottesdienst versetzt der Stammapostel Apostel Alfred Kusserow in den Ruhestand und ordiniert den ersten russischen Apostel Pawel Gamov sowie Bischof Horst Krebs.


24. September
Hirte Horst Fleischhauer wird nach 19-jähriger Amtszeit als Vorsteher in den Ruhestand verabschiedet. Priester Joachim Rösler empfängt durch Apostel Armin Brinkmann das Hirtenamt und den Auftrag, die Gemeinde Bonn als Vorsteher zu leiten.

Bilder von 1980-2000

 

 

2001-Heute:

Die Amtsträger 2004


2003
1. Januar

Im Neujahrsgottesdienst mit Stammapostel Richard Fehr in Oberhausen treten Bezirksapostel Horst Ehlebracht und Bischof Helmut Bör in den Ruhestand. Neuer Bischof wird Franz-Wilhelm Otten aus Hennef.


26. Januar
In einem Gottesdienst in der Siegburger Stadthalle empfängt Hirte Joachim Rösler das Bezirksevangelistenamt.

Evangelist Reiner Dombrowski aus der
Gemeinde Sankt Augustin wird zum Hirten ordiniert und als
Vorsteher für die Gemeinde Bonn beauftragt.


30. Juni
In einem Gottesdienst mit Bezirksapostel Wilhelm Leber in Troisdorf wird Evangelist Rainer Sommer als Nachfolger des scheidenden Bezirksvorstehrs Bernd Uelsberg zum Bezirksältesten ordiniert.


3. Oktober
Im Erntedank-Gottesdienst ist der Altar mit Spenden für die „Bonner Tafel“ reichlich geschmückt. Die Gaben werden nach dem Gottesdienst einer Vertreterin der Tafel übergeben.


6. November

An diesem Tag findet in der Bonner Kirche erstmals ein musikalischer Nachmittag mit dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde aus Erftstadt-Lechenich und unserem Gemeindechor statt.


14. November
Ein Ausflugsschiff macht am Rheinufer fest. Die kalifornischen Reisenden suchen eine christliche Kirche; zirka 20 Personen nehmen spontan am Gottesdienst der neuapostolischen Gemeinde teil. Sie bedanken sich herzlich für unser Bemühen,
ihnen in der englischen Sprache das Wort Gottes nahezubringen


2005
26. Juni
Der Präsident der Neuapostolischen Kirche International, Stammapostel Wilhelm Leber, ordiniert in einem Festgottesdienst in Bonn im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages Apostel Armin Brinkmann zum Bezirksapostel für die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen. Der bisherigen Bischof Franz-Wilhelm Otten wird im gleichen Gottesdienst zum Apostel ordiniert.


24. Dezember
Erstmals findet am Vorabend des Weihnachtsgottesdienstes eine Andacht zum Heiligen
Abend statt.


2006
5. Februar

Bischof Horst Krebs, dem im Zuge der Gebietskirchenreform auch der Bezirk Bonn zugeteilt wurde, besucht erstmals die Gemeinde.


14. April
Der Bezirkschor Bonn unter der Leitung des Bonner Priesters  Reiner Fleischhauer feiert sein 10-jähriges Bestehen und gibt ein Jubiläumskonzert.


13. Januar
Mit einem Festgottesdienst, den Apostel Franz-Wilhelm Otten unter das Motto „Säen – Ernten“ stellte, wurde das Jubiläumsjahr feierlich eingeleitet.

Bilder von 2001-Heute

 

 

Dank

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die bei der Erstellung der Chronik geholfen haben, die in ihren Fotoarchiven geblättert, wichtige Daten und Erinnerungen beigesteuert haben, kurzum, die sich einfach Zeit für das Projekt genommen haben.

Das Chronikteam:
Lydia Schulz (Text)
Jens Jensen (Text)
Rolf Hessenmüller (Fotoauswahl)
Gabi Dombrowski (Layout)
Reiner Dombrowski (verantw.)